30.08.26: Zur heutigen Vorstellung der vorläufigen Erntebilanz für das Jahr 2026 erklären Norwich Rüße, agrarpolitischer Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion NRW und Gregor Kaiser, Sprecher für Nachhaltigkeit:
Norwich Rüße:
„Seit mehreren Jahren erleben wir, dass aufgrund wochenlang ausbleibender Niederschläge die Ernten geringer ausfallen. In diesem Jahr hat insbesondere das Grünland stark gelitten, teilweise greifen die Betriebe schon jetzt auf ihr Winterfutter zurück, weil ihre Rinder, Pferde, Schafe und Ziegen auf den von der Sonne verbrannten Weiden kein Futter mehr finden. Deshalb braucht es dringend nachhaltige Lösungen, die Niederschläge der Wintermonate wieder besser in der Fläche zu halten. Das heißt, das bislang ungesteuerte Abfließen des Wassers über Drainagen und Abzugsgräben muss einem planvollen Vorgehen weichen. Denn eines ist klar: mehr Beregnung bei sinkenden Wasserständen kann es nicht geben!“
Gregor Kaiser:
„Auch bei Züchtung und Bewirtschaftung müssen wir unsere Landwirtschaft langfristig widerstandsfähiger gegen Hitze und Trockenheit machen. Die klassische und ökologische Pflanzenzüchtung leisten hier einen wichtigen Beitrag. Wir brauchen also mehr Vielfalt auf dem Acker statt neuer Abhängigkeiten von wenigen Saatgut- und Patentinhaber:innen. Klimaanpassung und Klimaschutz gelingen nicht durch den risikoreichen Einsatz von Gentechnik, sondern durch vielfältige Fruchtfolgen, resiliente Anbausysteme und eine Landwirtschaft, die mit gesunden Böden und natürlichen Ressourcen arbeitet.“