Unsere Landwirtschaft steht unter großem Druck: Wir erwarten regionale Lebensmittel, hohe Tierwohl‑ und Umweltstandards und lebendige ländliche Räume. Damit bäuerliche Betriebe all das leisten können, müssen sie auch wirtschaftlich bestehen können.
Ich setze mich für eine Landwirtschaftspolitik ein, die Betrieben echte Zukunftsperspektiven gibt: verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und mehr Wertschöpfung auf den Höfen.
Dazu gehört der Umbau der Tierhaltung mit klarer Förderung und Planungssicherheit sowie Unterstützung bei Betriebsübernahmen und der Hofnachfolge.
Auch die europäische Agrarpolitik muss stärker das honorieren, was Landwirtschaft für die Gesellschaft leistet - Artenvielfalt, Klimaschutz, gesunde Böden, sauberes Wasser und Tierwohl. Diesen Spielraum will ich für NRW nutzen.
Wichtig ist außerdem, dass mehr Geld aus Lebensmittelproduktion und Verarbeitung tatsächlich bei den Höfen ankommt: durch regionale Wertschöpfungsketten, Verarbeitung vor Ort, faire Marktbedingungen und mehr regionale und ökologische Produkte in öffentlichen Einrichtungen.
Neue Chancen entstehen durch die Energiewende: Biogas kann flexibel Strom und Wärme liefern und regionale Wertschöpfung stärken.
Gleichzeitig müssen wir die Wahlfreiheit von Betrieben und Verbraucher*innen sichern – etwa beim Thema neue Gentechnik, damit bäuerliche und gentechnikfreie Landwirtschaft möglich bleibt.
Landwirtschaft ist mehr als Lebensmittelproduktion: Sie prägt unsere Landschaft, schafft Arbeitsplätze und hält Dörfer lebendig. Wenn Höfe verschwinden, verliert der gesamte ländliche Raum.
