Südwestfalen ist stark: engagierte Menschen, leistungsfähige Unternehmen, Landwirtschaft und Wald, Handwerk, Vereine und lebendige Dörfer. Damit diese Lebensqualität bleibt, braucht der ländliche Raum verlässliche Infrastruktur und gute Rahmenbedingungen für Wohnen, Arbeiten und gesellschaftliches Miteinander.
Der ländliche Raum ist vielfältig – von international erfolgreichen Mittelständlern bis zu Landwirtschaft und Forst, die unsere Landschaft prägen.
Lebendige Gewässer und Fischerei
Zu einem lebenswerten ländlichen Raum gehören auch unsere Flüsse, Bäche und Seen. Gerade in Südwestfalen mit zahlreichen Gewässern wie Talsperren hat die Fischerei eine lange Tradition. Angelvereine und Fischereiverbände leisten dabei weit mehr als Freizeitgestaltung. Sie kümmern sich um Gewässer, engagieren sich für gesunde Fischbestände und Artenvielfalt und bringen viel ehrenamtliche Arbeit in den Natur- und Gewässerschutz ein.
Diese Arbeit wollen wir unterstützen. Dazu gehören ökologisch intakte und durchgängige Gewässer, eine nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände und gute Rahmenbedingungen für Fischerei und Angeln. Denn lebendige Gewässer sind ein wichtiger Teil unserer Kulturlandschaft und gehören genauso zu einem attraktiven ländlichen Raum wie unsere Wälder und die Landwirtschaft.
Herausforderungen und Chancen im ländlichen Raum
Die Wege sind weit, junge Menschen ziehen für Ausbildung fort und der demografische Wandel stellt viele Orte vor Herausforderungen.
Deshalb braucht Südwestfalen ein Infrastruktur‑Update: verlässlicher Nahverkehr, sichere Radwege, schnelles Internet und stabiles Mobilfunknetz – für Unternehmen, Familien, Schulen und Homeoffice.
Genauso wichtig ist die Grundversorgung vor Ort: Kitas, Schulen, medizinische Angebote, Einkaufsmöglichkeiten, Kultur, Gastronomie und Orte der Begegnung. Nicht alles kann in jedem Dorf liegen, aber alles muss erreichbar bleiben – unterstützt durch mobile Angebote, multifunktionale Dorfzentren und digitale Lösungen.
Wer im ländlichen Raum gründen, einen Hof übernehmen oder einen Betrieb weiterführen will, braucht Platz, schnelle Genehmigungen und Beratung. Leerstehende Gebäude und alte Hofstellen bieten Chancen für neues Wohnen und Arbeiten, statt weitere Flächen zu versiegeln.
Für mich gehört dazu auch eine offene und vielfältige Gesellschaft: Menschen, die nach Südwestfalen kommen, hier arbeiten oder gründen wollen, sollen willkommen sein und Teil unserer Dörfer werden können.
Ein starker ländlicher Raum entlastet zudem die Städte. Gute Arbeitsplätze, bezahlbarer Wohnraum und verlässliche Infrastruktur vor Ort schaffen echte Wahlfreiheit - und sorgen für gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz NRW.