05.05.25: Die Menschen im Kreis Olpe stehen seit Wochen unter enormem Druck: Die Bahnstrecke zwischen Olpe und Finnentrop bleibt weiter gesperrt, gleichzeitig ist auch die Straße bei Altfinnentrop dicht. Pendlerinnen und Pendler, Schülerinnen und Schüler sowie Beschäftigte verlieren täglich Zeit, müssen große Umwege fahren und erleben eine Mobilität, die kaum noch planbar ist. Die Belastung hat ein Ausmaß erreicht, das für viele nicht mehr tragbar ist.
Besonders unverständlich ist, dass zwischen Attendorn und Finnentrop weiterhin kein Zugverkehr angeboten wird, obwohl dieser Abschnitt befahrbar wäre. Ein Pendelverkehr könnte sofort für spürbare Entlastung sorgen – gerade jetzt, wo der Schienenersatzverkehr wegen der Straßensperrung erhebliche Umwege fahren muss – und manche Orte gar nicht anfahren kann.
Hinzu kommt, dass der bisherige Ersatzfahrplan keinen guten Anschluss an den schnellen RE34 in Finnentrop bietet. Dadurch verlängert sich die Reisezeit Richtung Dortmund erheblich. Eine pragmatische Lösung wäre ein zusätzlicher zweistündiger Bustakt, der in Finnentrop kurze Umstiegszeiten auf den RE34 ermöglicht. Damit ließe sich die zusätzliche Fahrzeit für Fahrgäste Richtung Dortmund von derzeit rund 60 auf etwa 30 Minuten reduzieren – eine spürbare Entlastung für viele Menschen, die täglich auf diese Verbindung angewiesen sind.Gregor Kaiser, Landtagsabgeordneter aus Lennestadt, erklärt dazu:
„Die Menschen in der Region haben ein Recht auf verlässliche Mobilität. Es ist nicht nachvollziehbar, warum der Abschnitt zwischen Attendorn und Finnentrop nicht längst wieder freigegeben wurde. Ein sofortiger Pendelbetrieb wäre ohne großen Aufwand möglich und würde die Situation für viele Menschen deutlich verbessern. Gleichzeitig braucht es einen zusätzlichen zweistündigen Bustakt mit kurzen Umstiegszeiten in Finnentrop, damit die Fahrgäste Richtung Dortmund nicht weiter unnötig Zeit verlieren. HLB und NWL müssen jetzt pragmatisch handeln – die Region kann nicht länger warten.“
„Die Region Südwestfalen braucht jetzt keine weiteren Verzögerungen, sondern konkrete Entlastungen. Es ist unverständlich, dass es immer wieder zu weiteren Verzögerungen bei den Bauarbeiten kommt. Die Verantwortlichen bei HLB und NWL stehen in der Pflicht, schnell zu reagieren und zu zeigen, dass die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger ernst genommen wird.“, so Kaiser.