Ich war zu Gast bei der LEWA Attendorn, einem Unternehmen für Automatisierungs-, Schweiß- und Zerspanungstechnik mit einem starken Fokus auf Ausbildung und Fachkräftesicherung.
Im Mittelpunkt des Austausches stand das Programm APAL (Ausbildungspartnerschaften mit Asien und Lateinamerika), das die Bundesagentur für Arbeit gemeinsam mit dem Goethe-Institut umsetzt. Über das Programm werden junge Menschen mit hoher Motivation für eine Ausbildung in Deutschland gewonnen. Besonders spannend war das Gespräch mit dem Auszubildenden Adityansh Ray aus Indien, der über APAL zu LEWA gekommen ist. Die Personalverantwortlichen der LEWA berichteten, dass viele der indischen Jugendlichen insbesondere in den MINT-Fächern sehr gute Voraussetzungen mitbringen. Bereits vor der Einreise erwerben sie Deutschkenntnisse auf B1-Niveau. Ziel ist es, die jungen Menschen nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung langfristig im Unternehmen zu halten.

Adityansh erzählte, dass die Eingewöhnung nach anfänglichem Heimweh gut gelungen ist. Heute fühlt er sich in Attendorn wohl und möchte gerne bleiben. Besonders schätzt er die gute Luft, die Jahreszeiten, den Biggesee und die Freundlichkeit seiner Lehrer*innen sowie Mitschüler*innen und Ausbilder*innen. Eine Herausforderung war die Wohnungssuche, bei der die Stadt Attendorn unterstützte. Das Berufskolleg für Technik in Siegen ist sein schulischer Ausbildungsort. Für die Fahrt mit dem ÖPNV von Attendorn nach Siegen benötigt man aktuell aber viel Geduld.
Die LEWA sammelt mit APAL wichtige Erfahrungen und möchte diese auch anderen interessierten Unternehmen zugänglich machen. Deutlich wurde dabei auch: Gute Wohnangebote, beispielsweise ein Boarding House für Auszubildende, könnten die Fachkräftegewinnung zusätzlich erleichtern.
Vielen Dank für den offenen Austausch und die interessanten Einblicke!